Unrealisierte GuV (Floating P/L) bezeichnet den aktuellen, noch nicht realisierten Gewinn oder Verlust aus offenen Positionen. Der Wert verändert sich fortlaufend mit der Marktentwicklung und wirkt sich direkt auf die Equity, jedoch nicht auf die Balance aus. Erst beim Schließen einer Position wird der Floating P/L realisiert.
Beispiel / Assoziation: Ein Trader eröffnet eine Position mit einem Einsatz von 1.000 €. Der Markt bewegt sich gegen ihn, die Position steht aktuell bei −350 €. → Der Floating P/L beträgt −350 €. Die Balance bleibt unverändert, während sich die Equity entsprechend reduziert.
Used Margin bezeichnet den Teil der Equity, der aktuell als Sicherheitsleistung für alle offenen Positionen gebunden ist. Dieses Kapital steht nicht für neue Trades zur Verfügung, bleibt jedoch Bestandteil des Kontowerts. Steigende Positionsgrößen oder zusätzliche Trades erhöhen die Used Margin.
Beispiel / Assoziation: Ein Trader hält zwei offene Positionen. Für Position A werden 2.000 € Margin benötigt, für Position B 1.500 €. → Die Used Margin beträgt insgesamt 3.500 €. Unabhängig davon, ob die Positionen im Gewinn oder Verlust stehen, ist dieser Betrag solange gebunden, bis Positionen reduziert oder geschlossen werden.
Unrealized PnL (Floating PnL) bezeichnet den aktuellen Gewinn oder Verlust aus offenen Positionen, der noch nicht durch Schließen der Position realisiert wurde. Er ist marktabhängig, schwankt laufend und beeinflusst direkt die Equity, jedoch nicht die Balance.
Beispiel / Assoziation: Eine offene Position steht aktuell bei +800 €. → Dieser Betrag zählt als Unrealized PnL. Er kann sich jederzeit verändern oder vollständig verschwinden, solange die Position offen bleibt.
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Im realen Trading entfalten Begriffe keine theoretische, sondern eine operative Wirkung. Ob Balance, Equity oder Margin – jedes Konzept hat unmittelbare Konsequenzen für Handlungsspielraum, Risiko und mögliche Eingriffe durch den Broker. Begriffserklärungen sind daher kein akademisches Beiwerk, sondern ein Instrument zur Risikokontrolle. Wer Begriffe falsch versteht, trifft nicht nur schlechte Entscheidungen, sondern unterschätzt oft systematisch die tatsächliche Belastung des eigenen Kontos.
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