Leverage beschreibt das Verhältnis zwischen eingesetztem Eigenkapital und tatsächlich bewegtem Marktvolumen. Durch den Einsatz von Hebelwirkung kann mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz eine größere Position kontrolliert werden. Leverage verstärkt Gewinne und Verluste gleichermaßen und wirkt unmittelbar auf Margin, Equity und Margin Level.
Beispiel / Assoziation: Ein Trader nutzt einen Hebel von 1:20 und setzt 2.000 € Eigenkapital ein. → Er bewegt damit ein Marktvolumen von 40.000 €. Eine Kursbewegung von nur 1 % entspricht somit bereits einem Gewinn oder Verlust von 400 € – bezogen auf ein eingesetztes Eigenkapital von 2.000 €.
Loss Aversion beschreibt die psychologische Tendenz, Verluste stärker zu gewichten als gleich hohe Gewinne. Im Trading führt dies häufig dazu, Verluste zu lange laufen zu lassen und Gewinne zu früh zu realisieren – ein struktureller Nachteil für die Performance.
Beispiel / Assoziation: Ein Trader schließt einen Gewinn von +150 € sofort, hält aber einen Verlust von −300 € in der Hoffnung auf eine Umkehr. → Rational wäre das Gegenteil – psychologisch dominiert die Angst vor dem „Festschreiben“ des Verlusts.
Liquidity beschreibt, wie leicht ein Instrument gehandelt werden kann, ohne den Preis wesentlich zu beeinflussen. Hohe Liquidität führt zu engen Spreads und stabiler Ausführung, geringe Liquidität erhöht das Risiko von Slippage und erratischen Preisbewegungen.
Beispiel / Assoziation: Ein stark gehandelter Index-Future lässt sich nahezu jederzeit zu fairen Preisen handeln. Eine Nebenwert-Aktie hingegen zeigt sprunghafte Kursbewegungen schon bei kleinen Orders – ein Zeichen geringer Liquidität.
Eine Limit Order legt einen maximalen Kaufpreis oder minimalen Verkaufspreis fest. Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Markt dieses Preisniveau erreicht oder verbessert. Sie bietet Preiskontrolle, aber keine Ausführungsgarantie.
Beispiel / Assoziation: Eine Aktie notiert bei 102 €. Ein Trader setzt eine Kauf-Limitorder bei 100 €. → Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Kurs auf 100 € oder darunter fällt.
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Im realen Trading entfalten Begriffe keine theoretische, sondern eine operative Wirkung. Ob Balance, Equity oder Margin – jedes Konzept hat unmittelbare Konsequenzen für Handlungsspielraum, Risiko und mögliche Eingriffe durch den Broker. Begriffserklärungen sind daher kein akademisches Beiwerk, sondern ein Instrument zur Risikokontrolle. Wer Begriffe falsch versteht, trifft nicht nur schlechte Entscheidungen, sondern unterschätzt oft systematisch die tatsächliche Belastung des eigenen Kontos.
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