Realized P/L bezeichnet den endgültig verbuchten Gewinn oder Verlust, der durch das Schließen einer Position entsteht. Erst mit der Realisierung wird das Ergebnis fest Bestandteil der Balance und ist nicht mehr marktabhängig.
Beispiel / Assoziation: Eine Position wird mit einem Gewinn von 1.200 € geschlossen. → Dieser Betrag wird als Realized P/L verbucht und erhöht unmittelbar die Balance des Kontos.
Risk per Trade bezeichnet den maximal akzeptierten Verlust, den ein Trader bei einem einzelnen Trade eingeht. Er wird meist als Prozentsatz der Equity definiert und ist eine zentrale Größe zur Begrenzung von Drawdowns und zur Sicherstellung der Kontostabilität.
Beispiel / Assoziation: Ein Konto weist eine Equity von 20.000 € auf. Der Trader begrenzt sein Risiko auf 1 % pro Trade. → Der maximal zulässige Verlust pro Trade beträgt 200 €, unabhängig von Positionsgröße oder Hebel.
Das R-Multiple setzt den tatsächlichen Gewinn oder Verlust eines Trades ins Verhältnis zum zuvor definierten Risiko (Risk per Trade). Es erlaubt eine standardisierte Bewertung von Trades – unabhängig von Kontogröße oder Instrument.
Beispiel / Assoziation: Ein Trade riskiert 100 € (1R) und wird mit 300 € Gewinn geschlossen. → Das Ergebnis entspricht +3R. Ein Verlust von 100 € entspräche −1R.
Die Risk-Reward Ratio beschreibt das Verhältnis zwischen potenziellem Gewinn und möglichem Verlust eines Trades. Sie wird vor Trade-Eröffnung definiert und ist ein Maß für die Effizienz einer Handelsidee, nicht für deren Eintrittswahrscheinlichkeit.
Beispiel / Assoziation: Ein Trade riskiert 200 € mit einem Gewinnziel von 600 €. → Die Risk-Reward Ratio beträgt 1:3. Der Trade kann selbst bei niedriger Trefferquote langfristig profitabel sein.
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Im realen Trading entfalten Begriffe keine theoretische, sondern eine operative Wirkung. Ob Balance, Equity oder Margin – jedes Konzept hat unmittelbare Konsequenzen für Handlungsspielraum, Risiko und mögliche Eingriffe durch den Broker. Begriffserklärungen sind daher kein akademisches Beiwerk, sondern ein Instrument zur Risikokontrolle. Wer Begriffe falsch versteht, trifft nicht nur schlechte Entscheidungen, sondern unterschätzt oft systematisch die tatsächliche Belastung des eigenen Kontos.
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