Stop-Out bezeichnet den automatischen Eingriff des Brokers, bei dem offene Positionen zwangsweise geschlossen werden, sobald das Margin Level unter eine kritische Schwelle fällt. Ziel ist es, ein negatives Kontosaldo zu verhindern und das Restrisiko für Broker und Trader zu begrenzen. Die Schließung erfolgt in der Regel ohne Zustimmung des Traders.
Beispiel / Assoziation: Ein Broker setzt den Stop-Out bei 50 % Margin Level an. Sinkt die Equity eines Kontos auf die Hälfte der Used Margin, beginnt der Broker, Positionen automatisch zu schließen – meist beginnend mit der verlustreichsten Position –, bis das Margin Level wieder oberhalb der Schwelle liegt.
Der Spread ist die Differenz zwischen Kaufpreis (Ask) und Verkaufspreis (Bid) eines Instruments. Er stellt einen impliziten Transaktionskostenfaktor dar und wirkt sich unmittelbar auf das Handelsergebnis aus – insbesondere bei kurzfristigen Strategien oder hoher Handelsfrequenz.
Beispiel / Assoziation: Ein Instrument weist einen Bid von 99,80 € und einen Ask von 100,00 € auf. → Der Spread beträgt 0,20 €. Ein Trade startet somit immer zunächst „im Minus“, da erst der Spread überwunden werden muss
Slippage bezeichnet die Abweichung zwischen dem erwarteten Ausführungspreis und dem tatsächlich ausgeführten Preis. Sie tritt häufig bei hoher Volatilität, geringer Liquidität oder bei Marktorders auf und kann sowohl positiv als auch negativ ausfallen.
Beispiel / Assoziation: Ein Trader platziert eine Stop-Order bei 50,00 €, die Position wird jedoch erst bei 49,70 € ausgeführt. → Die Differenz von 0,30 € ist negative Slippage und erhöht den tatsächlichen Verlust.
Eine Stop Order wird erst aktiv, wenn ein zuvor definierter Stop-Preis erreicht wird. Ab diesem Moment wird sie zur Market Order. Sie dient primär der Risikobegrenzung, bietet aber keine Preissicherheit bei der Ausführung.
Beispiel / Assoziation: Ein Trader hält eine Long-Position bei 50 € und setzt einen Stop bei 47 €. → Fällt der Kurs auf 47 €, wird die Position automatisch zum nächsten verfügbaren Marktpreis verkauft.
Eine Stop-Limit Order kombiniert Auslösemechanismus (Stop) und Preisbegrenzung (Limit). Nach Erreichen des Stop-Preises wird keine Market Order, sondern eine Limit Order aktiviert. Dadurch besteht Preiskontrolle – jedoch das Risiko keiner Ausführung.
Beispiel / Assoziation: Stop bei 47 €, Limit bei 46,80 €. → Wird der Stop ausgelöst, darf die Order nur zwischen 47 € und 46,80 € ausgeführt werden. Bei schnellen Kursbewegungen kann die Position offen bleiben.
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Im realen Trading entfalten Begriffe keine theoretische, sondern eine operative Wirkung. Ob Balance, Equity oder Margin – jedes Konzept hat unmittelbare Konsequenzen für Handlungsspielraum, Risiko und mögliche Eingriffe durch den Broker. Begriffserklärungen sind daher kein akademisches Beiwerk, sondern ein Instrument zur Risikokontrolle. Wer Begriffe falsch versteht, trifft nicht nur schlechte Entscheidungen, sondern unterschätzt oft systematisch die tatsächliche Belastung des eigenen Kontos.
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