Margin bezeichnet die Sicherheitsleistung, die ein Broker beim Eingehen einer gehebelten Position einbehält. Sie ist kein Kostenfaktor, sondern gebundenes Kapital, das zur Absicherung offener Positionen dient. Die Höhe der Margin hängt von Positionsgröße, Hebel und Instrument ab.
Beispiel / Assoziation: Ein Trader eröffnet mit einem Hebel von 1:10 eine Position im Wert von 50.000 €. → Er muss dafür 5.000 € Margin hinterlegen. Diese Summe steht während der Laufzeit der Position nicht frei zur Verfügung, bleibt jedoch Bestandteil der Equity.
Margin Level ist eine Verhältniskennzahl, die das Verhältnis von Equity zur Used Margin beschreibt. Sie wird in Prozent angegeben und dient Brokern als zentrale Risikokennzahl, um zu beurteilen, wie stark ein Tradingkonto ausgelastet ist. Sinkt das Margin Level unter definierte Schwellenwerte, können Margin Calls oder Stop-Outs ausgelöst werden.
Formel (implizit): Margin Level = (Equity ÷ Used Margin) × 100
Beispiel / Assoziation: Ein Konto weist eine Equity von 6.000 € und eine Used Margin von 3.000 € auf. → Margin Level = 200 %. Fällt die Equity durch Verluste auf 3.000 €, sinkt das Margin Level auf 100 %. Viele Broker beginnen ab diesem Bereich mit Einschränkungen oder Warnmechanismen.
Ein Margin Call bezeichnet eine Warn- oder Interventionsschwelle, die erreicht wird, wenn das Margin Level eines Tradingkontos unter einen vom Broker definierten Wert fällt. Der Trader wird darauf hingewiesen, dass das vorhandene Eigenkapital nicht mehr ausreicht, um die offenen Positionen angemessen abzusichern. In dieser Phase sind häufig keine neuen Positionen mehr möglich.
Beispiel / Assoziation: Ein Broker definiert einen Margin Call bei 100 % Margin Level. Fällt die Equity eines Traders durch Verluste so weit, dass sie der Used Margin entspricht, wird ein Margin Call ausgelöst. → Der Trader muss Positionen reduzieren, Kapital nachschießen oder weitere Verluste vermeiden, um eine Eskalation zu verhindern
Eine Market Order ist eine unbedingte Kauf- oder Verkaufsorder, die sofort zum aktuell verfügbaren Marktpreis ausgeführt wird. Sie garantiert Ausführung, nicht jedoch den Preis. In volatilen oder illiquiden Märkten kann es zu Slippage kommen.
Beispiel / Assoziation: Ein Trader will eine Position sofort schließen und platziert eine Market Order. → Die Ausführung erfolgt unmittelbar, möglicherweise zu einem leicht schlechteren Preis als erwartet – Geschwindigkeit vor Preispräzision.
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Im realen Trading entfalten Begriffe keine theoretische, sondern eine operative Wirkung. Ob Balance, Equity oder Margin – jedes Konzept hat unmittelbare Konsequenzen für Handlungsspielraum, Risiko und mögliche Eingriffe durch den Broker. Begriffserklärungen sind daher kein akademisches Beiwerk, sondern ein Instrument zur Risikokontrolle. Wer Begriffe falsch versteht, trifft nicht nur schlechte Entscheidungen, sondern unterschätzt oft systematisch die tatsächliche Belastung des eigenen Kontos.
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