1. Akteursklarheit
Ist klar erkennbar, wer hinter dem Angebot steht?
☐ Juristische Einheit klar benannt
☐ Verantwortliche Personen identifizierbar
☐ Rollen (Plattform, Vermittler, Anbieter) eindeutig getrennt
☐ Nutzung anonymer oder diffuser Strukturen
Einordnung: Unklare Akteursstrukturen erschweren jede fundierte Einordnung von Interessen.
2. Geschäftsmodell & Monetarisierung
Ist nachvollziehbar, wie der Anbieter Geld verdient?
☐ Gebühren transparent ausgewiesen
☐ Provisionen offengelegt
☐ Erfolgsabhängige Vergütung klar erklärt
☐ Monetarisierung nur implizit oder verborgen
Einordnung: Wer das Geschäftsmodell nicht versteht, kann Anreize nicht bewerten.
3. Anreizstruktur
Wovon profitiert der Anbieter wirtschaftlich?
☐ Langfristiger Erfolg der Nutzer
☐ Aktivität / Handelsfrequenz
☐ Abonnements / Signale / Volumen
☐ Unklar oder widersprüchlich
Einordnung: Je stärker Aktivität belohnt wird, desto größer das potenzielle Spannungsfeld zum Nutzerinteresse.
4. Interessenkonflikte Werden mögliche Interessenkonflikte offen benannt?
☐ Eigenhandel des Anbieters offengelegt
☐ Beteiligungen / Partnerschaften transparent
☐ Provisionen Dritter klar gekennzeichnet
☐ Keine oder nur pauschale Hinweise Einordnung: Nicht der Konflikt ist problematisch – sondern seine Unsichtbarkeit.
5. Herkunft von Ergebnissen & Darstellungen
Ist klar, woher Performance-Angaben stammen?
☐ Echtgeld, Demo, Backtest klar getrennt
☐ Zeiträume nachvollziehbar
☐ Abbrüche / Neustarts sichtbar
☐ Ergebnisse ohne Kontext
Einordnung: Zahlen ohne Herkunft sind Marketing, keine Information.
6. Risiko- & Verlustdarstellung
Werden Risiken realistisch kommuniziert?
☐ Drawdowns sichtbar
☐ Verlustphasen erklärt
☐ Volatilität benannt
☐ Fokus fast ausschließlich auf Gewinnen
Einordnung: Transparenz zeigt sich eher bei Verlusten als bei Erfolgen.
7. Rolle von Influencern & Drittparteien
Ist klar, welche Rolle externe Akteure spielen?
☐ Werbung klar gekennzeichnet
☐ Vergütung offengelegt
☐ Trennung von Meinung und Marketing
☐ Emotionalisierte Erfolgsnarrative
Einordnung: Reichweite ersetzt keine Neutralität.
8. Kontrolle & Entscheidungsfreiheit
Wie viel Kontrolle bleibt beim Nutzer?
☐ Klare Eingriffsmöglichkeiten
☐ Risiken individuell einstellbar
☐ Automatisierung optional
☐ Kontrollverlust durch Design
Einordnung: Transparenz umfasst auch die Frage, wer im Zweifel stoppt.
9. Sprache & Tonalität Wie wird kommuniziert?
☐ Sachlich, erklärend
☐ Differenziert
☐ Einschränkungen klar benannt
☐ Vereinfachend, emotionalisierend
Einordnung: Je stärker emotionalisiert wird, desto wichtiger ist kritische Distanz.
10. Erwartungsmanagement
Wie werden Ergebnisse eingeordnet?
☐ Als historisch
☐ Als nicht übertragbar gekennzeichnet
☐ Ohne Erfolgsversprechen
☐ Implizite Wiederholungsannahmen
Einordnung: Transparenz zeigt sich darin, was nicht versprochen wird.
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