Standardisierte KPIs (T1–T3) erklären was passiert ist, sie stoßen jedoch dort an Grenzen, wo es um Verhalten, Struktur und Wiederholbarkeit geht.
copytrader i/o entwickelt proprietäre KPIs (T4), um Muster sichtbar zu machen, die mit klassischen Kennzahlen nicht oder nur indirekt erfasst werden können.
Was unterscheidet T4-KPIs grundsätzlich von T1–T3?
T4-KPIs …
Sie sind damit bewusst keine Ranking-Instrumente, sondern Analysewerkzeuge.
Welche Lücken adressieren T4-KPIs?
T4-KPIs setzen dort an, wo klassische Kennzahlen typischerweise scheitern:
Verhaltensmuster (z. B. Verluste laufen lassen, Gewinne früh realisieren)
Zeitliche Asymmetrien (z. B. lange Seitwärtsphasen mit punktuellen Ausreißern)
Strukturelle Inkonsistenzen (z. B. Performance konzentriert auf wenige Trades)
Psychologische Belastbarkeit (implizit, nicht subjektiv)
Diese Aspekte sind real – aber selten explizit messbar.
Warum sind T4-KPIs bewusst nicht universell vergleichbar?
Weil Vergleichbarkeit immer eine Normierung voraussetzt.
T4-KPIs verzichten bewusst darauf, um Kontext vor Vergleich zu stellen.
Zwei Strategien können denselben T4-Wert aufweisen – und dennoch völlig unterschiedlich funktionieren.
Wie sollen T4-KPIs gelesen werden?
T4-KPIs beantworten keine Ja-/Nein-Fragen. Sie liefern Hinweise, Spannungen und Auffälligkeiten.
Richtig gelesen, lauten die Fragen nicht:
:: Ist dieser Wert gut oder schlecht?
sondern:
:: Warum entsteht dieser Wert – und ist er konsistent zur Strategieidee?
Abgrenzung zu klassischen Kennzahlen (Kurzüberblick)
| Ebene | Ziel | Charakter |
|---|---|---|
| T1 | Basisverständnis | deskriptiv |
| T2 | Kontext & Tiefe | erklärend |
| T3 | Effizienz & Vergleich | modellbasiert |
| T4 | Muster & Verhalten | explorativ |
Kurzfazit (T4-Philosophie)
T4-KPIs sind kein Ersatz für klassische Kennzahlen. Sie sind ein zusätzlicher Analyse-Layer für Nutzer, die verstehen wollen, warum eine Strategie so funktioniert, wie sie funktioniert.
Der Performance-Konzentrations-Index misst, wie stark die Gesamtperformance einer Strategie auf wenige Einzeltrades konzentriert ist.
Er beantwortet die Frage:
:: Wird die Performance breit getragen – oder von wenigen Ausreißern dominiert?
Warum ist der PKI ein T4-KPI?
Kein klassischer KPI beantwortet diese Frage direkt.
Der PKI kombiniert:
Er ist damit strukturell, nicht deskriptiv.
Auf welcher Messdimension wird der PKI betrachtet?
Primär auf:
Der PKI ist nicht kontobezogen, da Gebühren und Kapitalgröße die Struktur verzerren würden.
Was misst der PKI konkret?
Vereinfacht gesagt misst der PKI:
:: Anteil der Gesamtperformance, der durch die Top-X-Prozent der profitabelsten Trades erzielt wird
Je höher dieser Anteil, desto stärker ist die Performance konzentriert.
Beispiel
Strategie mit 100 Trades:
→ Hoher PKI
Andere Strategie:
→ Niedriger PKI
Wie ist der PKI richtig einzuordnen?
Beides ist nicht per se gut oder schlecht, sondern muss zur Strategielogik passen.
Typische Fehlinterpretation
Ein hoher PKI ist schlecht.
Warum das nicht stimmt:
Trendfolgende oder opportunistische Strategien leben von wenigen großen Bewegungen. Problematisch wird ein hoher PKI erst, wenn er nicht erklärbar oder nicht reproduzierbar ist.
Zusammenspiel mit anderen KPIs
Der PKI entfaltet seine Stärke im Zusammenspiel mit:
Trefferquote (T1)
Durchschnittlichem Gewinn/Verlust (T1)
Ulcer Index (T3)
So wird sichtbar, ob Ausreißer belastbar oder fragil sind.
Kurzfazit
Der Performance-Konzentrations-Index zeigt, ob eine Strategie von Struktur oder von Zufall lebt. Er ist kein Urteil – sondern ein Frühindikator für Fragilität oder Robustheit.
Der Verlust-Eskalations-Index misst, ob und wie stark Verluste im Zeitverlauf eskalieren. Er analysiert, ob auf einen Verlust tendenziell größere, häufigere oder schneller folgende Verluste auftreten.
Kernfrage:
Werden Verluste kontrolliert verarbeitet – oder verstärken sie sich selbst?
Warum ist der VEI ein T4-KPI?
Kein klassischer KPI betrachtet Verlustsequenzen als dynamischen Prozess. Der VEI kombiniert:
Damit adressiert er Verhaltens- und Kontrollmechanismen, nicht Performance.
Auf welcher Messdimension wird der VEI betrachtet?
Nicht kontobezogen – Kapitalgröße würde Eskalation verzerren.
Was misst der VEI konkret?
Vereinfacht misst der VEI:
:: Ob Verluste dazu neigen, größer, dichter oder aggressiver zu werden
Indikatoren sind u. a.:
Beispiel
Strategie A:
→ Niedriger VEI
Strategie B:
→ Hoher VEI
Wie ist der VEI richtig einzuordnen?
Der VEI bewertet keine Performance, sondern Stabilität unter Stress.
Typische Fehlinterpretation
Ein hoher VEI bedeutet schlechtes Trading. Nicht zwingend. Problematisch ist ein hoher VEI nur, wenn er nicht Teil einer erklärbaren Strategie ist.
Kurzfazit
Der Verlust-Eskalations-Index zeigt, wie eine Strategie mit Druck umgeht – nicht, ob sie gewinnt.
Die Hold-Time-Asymmetrie misst, wie unterschiedlich lange Gewinn- und Verlustpositionen gehalten werden.
Kernfrage:
:: Werden Gewinne anders behandelt als Verluste?
Warum ist die HTA ein T4-KPI?
Die HTA macht ein klassisches psychologisches Muster quantifizierbar, ohne subjektive Annahmen:
Kein T1–T3-KPI bildet dieses Verhalten explizit ab.
Auf welcher Messdimension wird die HTA betrachtet?
Was misst die HTA konkret?
Gemessen wird das Verhältnis von:
:: durchschnittlicher Haltedauer von Gewinntrades
:: ↔
:: durchschnittlicher Haltedauer von Verlusttrades
Beispiel
→ Hohe Hold-Time-Asymmetrie
Umgekehrt:
→ Inverse Asymmetrie
Wie ist die HTA richtig einzuordnen?
Auch hier gilt: nicht bewerten, sondern erklären.
Typische Fehlinterpretation
Asymmetrie ist immer schlecht.
Nicht zwingend. Bestimmte Strategien erfordern asymmetrische Haltedauern – entscheidend ist Konsistenz.
Kurzfazit
Die Hold-Time-Asymmetrie zeigt, wie Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden.
Der Recovery-Stil-Index (RSI*) analysiert, wie eine Strategie typischerweise aus Drawdowns zurückkehrt.
Kernfrage:
:: Erholt sich die Strategie schnell und aggressiv – oder langsam und stabil?
Warum ist der RSI* ein T4-KPI?
Klassische KPIs messen ob eine Erholung stattfindet, nicht wie sie abläuft. Der Recovery-Stil-Index betrachtet:
Auf welcher Messdimension wird der RSI* betrachtet?
Was misst der RSI* konkret?
Vereinfacht misst der RSI*:
:: Charakter der Erholungsphase nach Drawdowns
Typische Muster:
Beispiel
Strategie A:
→ aggressiver Recovery-Stil
Strategie B:
→ defensiver Recovery-Stil
Wie ist der RSI richtig einzuordnen?
Entscheidend ist die Passung zur Strategieidee und zum Nutzerprofil.
Kurzfazit
Der Recovery-Stil-Index zeigt, wie sich eine Strategie nach Rückschlägen verhält – nicht nur, dass sie es tut.
Der Consistency-Drift-Score misst, wie stark sich das Verhalten einer Strategie über die Zeit verändert.
Kernfrage:
:: Ist die Strategie heute noch dieselbe wie früher?
Warum ist der CDS ein T4-KPI?
Kein klassischer KPI misst Stiltreue oder Verhaltensänderung.
Der CDS analysiert Veränderungen in:
Auf welcher Messdimension wird der CDS betrachtet?
Strategie-Ebene (zeitlich segmentiert)
Was misst der CDS konkret?
Gemessen wird:
:: Abweichung aktueller Kennzahlen von historischen Mustern
Je größer die Abweichung, desto höher der Drift.
Beispiel
→ Hoher CDS
Wie ist der CDS richtig einzuordnen?
Drift kann positiv, negativ oder neutral sein – entscheidend ist Transparenz.
Kurzfazit
Der Consistency-Drift-Score zeigt, ob eine Strategie ihrer eigenen Logik treu bleibt.
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