Weil sie vereinfachen müssen. Jede Kennzahl blendet Aspekte aus, um andere sichtbar zu machen. Wer sie als objektive Wahrheit behandelt, ignoriert ihre Grenzen – und trifft Entscheidungen auf halber Basis.
Do: Kennzahlen vergleichen, kombinieren und hinterfragen
Don’t: Einzelwerte absolut setzen
Between the lines: Was messbar ist, ist nicht automatisch entscheidend.
Weil sie Unterschiede nivellieren. Unterschiedliche Ansätze, Risiken, Zeiträume oder Zielsetzungen lassen sich nicht sinnvoll auf eine Skala pressen. Vergleichbarkeit wird oft behauptet, selten erreicht.
Do: Vergleichskriterien transparent machen
Don’t: Äpfel mit Birnen vergleichen
Between the lines: Vergleichbarkeit ist ein Versprechen – kein Naturgesetz.
Weil jede Darstellung eine Auswahl trifft. Skalierung, Zeitraum, Farbgebung und Ausschnitt beeinflussen Wahrnehmung massiv. Visualisierungen helfen beim Verstehen, ersetzen aber keine Analyse.
Do: Visualisierungen als Einstieg nutzen
Don’t: Grafiken als abschließende Bewertung betrachten
Between the lines: Was gut aussieht, ist nicht zwangsläufig gut.
Weil Fremdeinschätzungen immer gefiltert sind. Jede Darstellung folgt einer Perspektive, einer Auswahl und impliziten Annahmen. Eigenrecherche schafft Distanz und reduziert Abhängigkeit.
Do: Informationen aus mehreren Quellen prüfen
Don’t: Bewertungen ungeprüft übernehmen
Between the lines: Vertrauen beginnt mit Verständnis, nicht mit Zustimmung
Weil Unsicherheit ein Wesensmerkmal von Märkten ist. Jede Aussage, die Sicherheit verspricht, blendet Risiken aus oder verschweigt sie bewusst. Wo Garantie behauptet wird, fehlt meist Transparenz.
Do: Aussagen kritisch hinterfragen
Don’t: Sicherheitsversprechen glauben
Between the lines: Sicherheit wird verkauft, Unsicherheit erlebt.
Weil Intransparenz Machtasymmetrien schafft. Wer Entscheidungslogik, Risiken oder Historie nicht offenlegt, entzieht sich der Überprüfbarkeit. Ohne Transparenz ist Vertrauen nicht begründbar.
Do: Nachvollziehbarkeit einfordern
Don’t: Intransparenz mit Komplexität entschuldigen
Between the lines: Komplex ist nicht, was verborgen bleibt.
Weil Märkte nicht glatt verlaufen. Fehlende Schwankungen, keine Drawdowns oder stetig steigende Kurven widersprechen realen Marktmechanismen. Oft werden Risiken verlagert, verzögert oder verschleiert.
Do: Auch Verlustphasen erwarten
Don’t: Perfektion als Qualitätsmerkmal ansehen
Between the lines: Realität ist unordentlich – Darstellungen oft nicht.
Weil sie rationale Prüfung umgehen sollen. Dringlichkeit erzeugt emotionale Entscheidungen und reduziert kritisches Denken. Qualität benötigt keine Eile.
Do: Entscheidungen in Ruhe treffen
Don’t: Zeitdruck akzeptieren
Between the lines: Was gut ist, hält Prüfung aus.
Weil Kompetenz nicht behauptet, sondern belegt wird. Titel, frühere Erfolge oder prominente Namen ersetzen keine aktuelle, nachvollziehbare Entscheidungslogik.
Do: Inhalte bewerten, nicht Etiketten
Don’t: Autorität mit Substanz verwechseln
Between the lines: Vertrauen entsteht durch Argumente, nicht durch Status.
Weil Verantwortung ein Kernbestandteil von Professionalität ist. Wer bei Fehlern äußere Umstände verantwortlich macht, zeigt mangelnde Reflexionsfähigkeit – und wiederholt dieselben Muster.
Do: Verantwortungsübernahme erwarten
Don’t: Ausreden akzeptieren
Between the lines: Wer nichts falsch macht, lernt nichts.
Weil Stillstand Risiko bedeutet. Märkte verändern sich permanent. Starre Überzeugungen und unveränderliche Modelle sind anfällig für Brüche.
Do: Anpassungsfähigkeit schätzen
Don’t: Dogmen folgen
Between the lines: Flexibilität ist kein Zeichen von Schwäche.
Vermissen Sie Informationen? Verbringen Sie nicht viel Zeit mit der Suche. Benutzen Sie dieses Formular um uns Ihre Frage/n zu stellen