Weil sie den tatsächlichen Einfluss einer Entscheidung bestimmt. Selbst eine gute Idee kann bei falscher Positionsgröße zu überproportionalen Verlusten führen. Risiko entsteht nicht durch die Idee, sondern durch ihre Gewichtung.
Do: Positionsgrößen konsequent begrenzen
Don’t: Überzeugung mit Größe ausdrücken
Between the lines: Überzeugung schützt nicht vor Mathematik.
Weil es keine Fehlertoleranz lässt. Märkte sind nicht binär, sondern probabilistisch. Wer alles auf eine Annahme setzt, akzeptiert implizit das Risiko des Totalausfalls – unabhängig davon, wie plausibel die Idee erscheint.
Do: Immer Puffer für Fehler einplanen
Don’t: Kapital auf einzelne Szenarien konzentrieren
Between the lines: Sicherheit entsteht durch Spielraum, nicht durch Mut.
Weil es häufig aus dem Wunsch entsteht, Verluste zu korrigieren, nicht aus einer neuen, besseren Einschätzung. Nachschüsse verändern das ursprüngliche Risikoprofil und verschieben Entscheidungen von Analyse zu Hoffnung.
Do: Entscheidungen vorab planen
Don’t: Verluste „reparieren“ wollen
Between the lines: Hoffnung ist kein Risikoinstrument.
Weil sie Kontrolle signalisieren. Kleine, kontrollierte Verluste zeigen, dass Regeln eingehalten werden und Risiken begrenzt bleiben. Das Vermeiden kleiner Verluste führt oft zu großen – mit deutlich gravierenderen Folgen.
Do: Verluste früh akzeptieren
Don’t: Verluste aussitzen, um „Recht zu behalten“
Between the lines: Disziplin kostet kurzfristig – Undisziplin langfristig.
Weil sie Entscheidungen verzerren. Angst, Gier oder Euphorie verändern Wahrnehmung und Risikobereitschaft – oft unbemerkt. Märkte reagieren nicht auf Gefühle, Entscheidungen jedoch sehr wohl.
Do: Emotionen erkennen und einordnen
Don’t: Emotionen als Entscheidungsgrundlage nutzen
Between the lines: Gefühle sind menschlich – Entscheidungen sollten es nicht sein.
Weil sie Warnsignale ausblendet. Wer sich seiner Sache zu sicher ist, hinterfragt Annahmen weniger, ignoriert Gegenargumente und erhöht Risiken unbewusst. Unwissen weiß zumindest, dass es lernen muss.
Do: Eigene Annahmen regelmäßig hinterfragen
Don’t: Sicherheit mit Kompetenz verwechseln
Between the lines: Selbstüberschätzung tarnt sich oft als Erfahrung.
Weil Verluste psychologisch stärker wirken als Gewinne. Der Wunsch, Verluste zu vermeiden oder „wieder hereinzuholen“, führt häufig zu irrationalem Verhalten – etwa zu langem Festhalten oder unkontrollierten Nachschüssen.
Do: Entscheidungen unabhängig vom bisherigen Verlauf treffen
Don’t: Vergangene Verluste als Referenzpunkt nutzen
Between the lines: Märkte kennen keine Erinnerung – Menschen schon.
Weil Intuition stark situationsabhängig ist. In stressigen oder emotional aufgeladenen Momenten greift das Gehirn auf Vereinfachungen zurück. Selbstkontrolle schafft Abstand zwischen Impuls und Handlung.
Do: Regeln und Prozesse vorab definieren
Don’t: Spontane Eingebungen überbewerten
Between the lines: Kontrolle entsteht vor der Entscheidung, nicht währenddessen.
Weil Abstand Klarheit schafft. Dauerhafte Beschäftigung verstärkt emotionale Bindung und Entscheidungsdruck. Pausen helfen, Muster zu erkennen, Fehler zu reflektieren und emotionale Spannung abzubauen.
Do: Regelmäßig Abstand nehmen
Don’t: Daueraktivität mit Disziplin verwechseln
Between the lines: Abstand ist kein Rückzug, sondern Perspektivwechsel.
Weil Sichtbarkeit nichts über Substanz aussagt. Hohe Aufmerksamkeit kann durch Timing, Kommunikation oder Zufall entstehen – nicht zwingend durch gute Entscheidungen. Qualität wirkt oft leise, Popularität dagegen laut.
Do: Entscheidungen unabhängig von Reichweite bewerten
Don’t: Bekanntheit mit Kompetenz gleichsetzen
Between the lines: Lautstärke ist kein Beweis für Richtigkeit.
Weil sie soziale Zustimmung signalisieren, nicht inhaltliche Qualität. Öffentliche Reaktionen sind leicht zu beeinflussen und spiegeln selten Risiko, Konsistenz oder Entscheidungslogik wider. Zustimmung ist kein Ersatz für Analyse.
Do: Inhalte kritisch prüfen, nicht Reaktionen zählen
Don’t: Soziale Bestätigung als Entscheidungsgrundlage nutzen
Between the lines: Applaus ist schnell verteilt – Verluste nicht.
Weil sich Verantwortung im Kollektiv auflöst. In Gruppen sinkt die individuelle Hemmschwelle, Risiken einzugehen, da Entscheidungen emotional geteilt werden. Zweifel werden seltener geäußert, Gegensichten ausgeblendet.
Do: Eigene Entscheidungen unabhängig treffen
Don’t: Gruppengefühl mit Sicherheit verwechseln
Between the lines: Geteilte Euphorie reduziert kein Risiko.
Weil Märkte nicht demokratisch funktionieren. Mehrheiten liegen häufig dort richtig, wo wenig auf dem Spiel steht – und falsch, wo Entscheidungen unbequem sind. Konsens entsteht oft erst, nachdem Chancen verschwunden sind.
Do: Minderheitenmeinungen sachlich prüfen
Don’t: Konsens als Schutzschild nutzen
Between the lines: Zustimmung kommt meist zu spät.
Weil sie weniger von externer Bestätigung abhängig sind. Stille, konsistente Vorgehensweisen fokussieren sich auf Prozess und Disziplin statt auf Wirkung nach außen. Robustheit zeigt sich im Durchhalten, nicht im Erklären.
Do: Prozess vor Präsentation stellen
Don’t: Außenwirkung über Ergebnisqualität priorisieren
Between the lines: Wer ständig erklärt, entscheidet oft weniger.
Weil Daten allein keine Bedeutung tragen. Zahlen, Charts oder Kennzahlen entfalten ihren Wert erst im Kontext von Zeit, Marktphase, Risiko und Zielsetzung. Ohne Einordnung erzeugen sie Scheinsicherheit.
Do: Informationen immer im Zusammenhang interpretieren
Don’t: Daten mit Erkenntnis verwechseln
Between the lines: Mehr Informationen bedeuten nicht automatisch mehr Verständnis.
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